Die Wirtschaft von Bhutan, einem der kleinsten und am wenigsten entwickelten Länder der Welt, basiert auf Land- und Forstwirtschaft, die mehr als 60% der Bevölkerung den Lebensunterhalt sichern. Die Landwirtschaft besteht hauptsächlich aus Subsistenzlandwirtschaft und Tierhaltung. Schroffe Berge dominieren das Gelände und machen den Bau von Straßen und anderer Infrastruktur schwierig und teuer.
Die Wirtschaft ist durch starke Handels- und Währungsbeziehungen und die Abhängigkeit von Indiens finanzieller Unterstützung eng mit Indiens verbunden. Die meiste Produktion im Industriesektor ist vom Typ Heimindustrie. Die meisten Entwicklungsprojekte wie der Straßenbau stützen sich auf indische Arbeitsmigranten. Mit Unterstützung multilateraler Entwicklungsorganisationen laufen vorbildliche Bildungs-, Sozial- und Umweltprogramme.
Jedes Wirtschaftsprogramm berücksichtigt den Wunsch der Regierung, die Umwelt und die kulturellen Traditionen des Landes zu schützen. Zum Beispiel ermutigt die Regierung in ihrer vorsichtigen Ausweitung des Tourismussektors zu Besuchen von gehobenen, umweltbewussten Touristen. Detaillierte Kontrollen und unsichere Richtlinien in Bereichen wie Industrielizenzen, Handel, Arbeit und Finanzen behindern weiterhin ausländische Investitionen. Wasserkraftexporte nach Indien haben das Gesamtwachstum in Bhutan angekurbelt, obwohl das BIP 2008 aufgrund einer Verlangsamung in Indien, dem vorherrschenden Exportmarkt, zurückging.